Vor dem Hintergrund der albanischen Diktatur untersucht der Film die anhaltende Wirkung staatlicher Propaganda, in der Kunst zum Instrument der Kontrolle wurde – von öffentlichen Monumenten bis in private Erinnerungen. Regisseurin Ermela Teli zeigt, wie offizielle Narrative kollektive Vorstellungen ebenso prägten wie den Alltag. Sie reflektiert über Kunst, Zensur und das symbolische Fehlen von Regen im sozialistischen Realismus, in dem selbst das Wetter der Ideologie dienen musste. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen und Familienarchiven legt Teli offen, wie Ideologie sogar private Filmaufnahmen formte – und verwandelt Propagandabilder in eine poetische Gegenerzählung.
Ermela Teli ist eine in Albanien geborene Filmemacherin und lebt heute in der Schweiz. Aufgewachsen in Tirana, wandte sie sich früh den Künsten zu. Ihre Laufbahn begann als Schauspielerin mit der Hauptrolle im Film Tirana Year Zero, der Albanien am Filmfestival von Venedig vertrat. Acht Jahre arbeitete sie zudem am Nationaltheater Albanien. Nach ihrem Studium an der Kunstakademie in Tirana und einem Master in Film- und Fernsehregie wandte sie sich der Regie zu. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit persönlicher und kollektiver Erinnerung, Geschichte und Politik.
| Regie | Ermela Teli |
| Dauer | 42 min |
| Sprache | OV Albanisch | Englisch, Deutsch |
| Genre | Dokumentarfilm |
| Land | Albanien |
| Jahr | 2025 |
| Verleih | Filmregisseur |