Fünfundzwanzig Jahre nach seiner Entführung während des Kosovo-Kriegs erzählt der Maler Skender Muja von einer aussergewöhnlichen Überlebensgeschichte. In den letzten, chaotischen Kriegsmonaten wurden er und zahlreiche albanische Zivilist*innen aus Mitrovica bei der Flucht aus Kosovo gefangen genommen. In einer zu einem Gefängnis umfunktionierten Schule waren sie Angst, Enge und einer ungewissen Zukunft ausgesetzt. Der Film verbindet Mujas Erinnerungen mit nachgestellten Szenen und reflektiert über die transformative Kraft der Kunst – als Mittel des Überlebens selbst unter repressivsten Bedingungen.
Alban Muja, geboren 1980 in Mitrovica, ist ein kosovarischer Künstler und Filmemacher, der zwischen Berlin und Prishtina arbeitet. Seine Praxis ist geprägt von den sozialen, politischen und wirtschaftlichen Umbrüchen der Region und untersucht das Verhältnis von persönlichen Geschichten und kollektiver Erinnerung. 2019 vertrat er Kosovo an der 58. Biennale von Venedig mit der Videoinstallation Family Album. Sein jüngster Film Mua besoj më shpëtoi portreti (I Believe the Portrait Saved Me) wurde international gezeigt und feierte seine Weltpremiere an der 75. Berlinale.
| Regie | Alban Muja |
| Dauer | 10 min |
| Sprache | OV Albanisch | Englisch |
| Genre | Kurzfilm, Dokumentarfilm |
| Land | Kosovo |
| Jahr | 2025 |
| Verleih | Filmregisseur |