Eröffnungsprogramm
Eröffnungsprogramm
Mi 9.9. | 20:00 Turnhalle/ PROGR
Mi 9.9. | 20:00 Turnhalle/ PROGR
Fünfundzwanzig Jahre nach seiner Entführung während des Kosovo-Kriegs erzählt der Maler Skender Muja von einer aussergewöhnlichen Überlebensgeschichte. In den letzten, chaotischen Kriegsmonaten wurden er und zahlreiche albanische Zivilist*innen aus Mitrovica bei der Flucht aus Kosovo gefangen genommen. In einer zu einem Gefängnis umfunktionierten Schule waren sie Angst, Enge und einer ungewissen Zukunft ausgesetzt. Der Film verbindet Mujas Erinnerungen mit nachgestellten Szenen und reflektiert über die transformative Kraft der Kunst – als Mittel des Überlebens selbst unter repressivsten Bedingungen.
Alban Muja, geboren 1980 in Mitrovica, ist ein kosovarischer Künstler und Filmemacher, der zwischen Berlin und Prishtina arbeitet. Seine Praxis ist geprägt von den sozialen, politischen und wirtschaftlichen Umbrüchen der Region und untersucht das Verhältnis von persönlichen Geschichten und kollektiver Erinnerung. 2019 vertrat er Kosovo an der 58. Biennale von Venedig mit der Videoinstallation Family Album. Sein jüngster Film Mua besoj më shpëtoi portreti (I Believe the Portrait Saved Me) wurde international gezeigt und feierte seine Weltpremiere an der 75. Berlinale.
| Regie | Alban Muja |
| Dauer | 10 min |
| Sprache | OV Albanisch | Englisch |
| Genre | Kurzfilm, Dokumentarfilm |
| Land | Kosovo |
| Jahr | 2025 |
| Verleih | Filmregisseur |
An einem abgelegenen Bahnhof lebt der 30-jährige Drin ein einsames, routinemässiges Leben, in dem er Züge aufzeichnet und Kontakt zu seiner Online-Freundin hält. Als sein Job jedoch plötzlich durch ein Radargerät ersetzt wird, gerät Drin in eine existenzielle Krise. Verloren und fehl am Platz muss er sich mit der Frage auseinandersetzen, was er wirklich im Leben will.
Anita Morina ist eine kosovarisch-kroatische Autorin, Regisseurin und Produzentin. Nach ihrem Master in Film- und Fernsehproduktion in Cambridge begann sie ihre Karriere im Fernsehen, bevor sie zum Film wechselte. Im selben Jahr präsentierte sie ihre Kurzfilme One Woman Film und SOS, letzterer wurde als bester nationaler Film ausgezeichnet. Derzeit entwickelt sie ihren ersten Spielfilm Lucky Us. 2021 gründete sie die Produktionsfirma Little House, wo sie mehrfach ausgezeichnete Spiel- und Animationsfilme produzierte. Zudem arbeitet sie an Projekten am Filmik Institute im Kosovo.
| Regie | Anita Morina |
| Dauer | 15 min |
| Sprache | OV Albanisch | Englisch |
| Genre | Kurzfilm, Drama |
| Land | Kosovo |
| Jahr | 2025 |
| Verleih | Little House |
Ganze Böden und Gewässer eines Naturparadieses werden durch die Erdölförderung im Amazonasgebiet verseucht. Ein langsamer Prozess, welcher die Gesundheit und die traditionelle Kultur der dort ansässigen Gemeinschaften gefährdeten. Dreizehn Frauen erheben ihre Stimme gegen die Zerstörung ihrer Heimat. Mit Protesten und stillem Widerstand stellen sie sich einem undurchsichtigen globalen Machtgefüge entgegen. Für jene, die kämpfen. Für ihre Rechte. Für ihre Kultur. Und für ein Leben in Würde.
Geboren 1995 in Zürich, Schweiz. Sie ist eine freischaffende Filmemacherin, Fotografin und Grafikerin. 2020-25 Bachelorstudium Film an der ZHdK (Zürcher Hochschule der Künste). Ihren Bachelor Abschlussfilm BUEN VIVIR – ÑUTSE CANSEYE (2025) realisierte sie während ihres Austauschjahres an der Universität der Künste in Guayaquil, Ecuador. In ihren Arbeiten widmet sie sich Themen wie sozialer und ökologischer Gerechtigkeit.
| Regie | Zoé Nathalie Kugler |
| Dauer | 17 min |
| Sprache | OV Spanisch | Englisch, Deutsch |
| Genre | Dokumentarfilm |
| Land | Schweiz, Ecuador |
| Jahr | 2025 |
| Verleih | Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) |
Young-ho, ein in Japan lebender Koreaner, beschliesst, die Pachinko-Halle zu schliessen, die er seit 50 Jahren mit seiner Mutter Kyung-ja an der Nationalstrasse 7 in Akita betreibt. Zur Feier ihres Ruhestands lädt er sie auf eine Auslandsreise ein, doch sie möchte nach Niigata. Im Hafen erkennt er, was der Ort für sie bedeutet: Seine Tante Soon-ja war von dort während der Massenrückführung nach Nordkorea aufgebrochen. Nach Kyung-jas Tod findet Young-ho einen Brief aus Nordkorea. Als seine Tochter Nana ihn besucht, begeben sich beide gemäss dem letzten Willen der Mutter auf eine Reise entlang der südkoreanischen Route 7 Richtung Norden.
Jinrung Chun ist Filmregisseur. Er ist Koreaner in Japan in dritter Generation. In der Oberschule entdeckte er durch koreanische Filme seine Faszination für das Kino. Nach seinem Abschluss an der Akita High School ging er nach Korea, um die koreanische Sprache und Kultur zu studieren. Während seines Studiums an der Seoul National University trat er einem Filmclub bei und begann, ernsthaft Filme zu drehen. Später schrieb er sich an der Korea National University of Arts ein, wo er Filmregie studierte.
| Regie | Chun Jin-rung |
| Dauer | 31 min |
| Sprache | OV Koreanisch | Englisch, Deutsch |
| Genre | Fiktion, Kurzfilm |
| Land | Republik Korea (Südkorea) |
| Jahr | 2024 |
| Verleih | Filmregisseur |