Kurzfilmblock I
Kurzfilmblock I
Fr 15.5. | 16:10 Riffraff Kino
Fr 15.5. | 16:10 Riffraff Kino
Im Sommer 2001 versucht eine vierköpfige Familie, ihren Alltag zu leben, während ein bewaffneter Konflikt eskaliert. Die Eltern stehen vor einem Dilemma: die Kinder im Haus schützen – oder sie draussen spielen lassen, wo vielleicht ihre Unschuld und Naivität sie bewahren.
Der Sommer lässt sich nicht aufhalten. Während Wassermelonen reifen, Tabakblätter sich goldgelb färben und Ameisen Vorräte sammeln, tickt die Uhr unaufhaltsam weiter – und Bomben fallen auf den Berg Ljuboten.
Flaka Kokolli ist eine kosovarische Filmemacherin. Sie absolvierte ihr Animationsstudium an der Metropolitan University Budapest und ist seit 2013 beim Anibar (Internationales Animations Festival) aktiv. 2020 rief sie das Studio Flammorum in Prishtina ins Leben und war am Aufbau von Studio Pink-I beteiligt. Ihre Filme Mardhe und Shpija liefen international, wurden u. a. bei DokuFest, Anibar und dem Tirana Film Festival ausgezeichnet und in Cannes’ Short Film Corner (via ANNY) gezeigt.
| Regie | Flaka Kokolli |
| Dauer | 10 min |
| Sprache | OV Albanisch | Deutsch, Englisch |
| Genre | Dokumentarfilm/ Kurzfilm |
| Land | Kosovo, Nordmazedonien |
| Jahr | 2024 |
| Verleih | Pentacle |
Fünfundzwanzig Jahre nach seiner Entführung während des Kosovo-Kriegs erzählt der Maler Skender Muja von einer aussergewöhnlichen Überlebensgeschichte. In den letzten, chaotischen Kriegsmonaten wurden er und zahlreiche albanische Zivilist*innen aus Mitrovica bei der Flucht aus Kosovo gefangen genommen. In einer zu einem Gefängnis umfunktionierten Schule waren sie Angst, Enge und einer ungewissen Zukunft ausgesetzt. Der Film verbindet Mujas Erinnerungen mit nachgestellten Szenen und reflektiert über die transformative Kraft der Kunst – als Mittel des Überlebens selbst unter repressivsten Bedingungen.
Alban Muja, geboren 1980 in Mitrovica, ist ein kosovarischer Künstler und Filmemacher, der zwischen Berlin und Prishtina arbeitet. Seine Praxis ist geprägt von den sozialen, politischen und wirtschaftlichen Umbrüchen der Region und untersucht das Verhältnis von persönlichen Geschichten und kollektiver Erinnerung. 2019 vertrat er Kosovo an der 58. Biennale von Venedig mit der Videoinstallation Family Album. Sein jüngster Film Mua besoj më shpëtoi portreti (I Believe the Portrait Saved Me) wurde international gezeigt und feierte seine Weltpremiere an der 75. Berlinale.
| Regie | Alban Muja |
| Dauer | 10 min |
| Sprache | OV Albanisch | Englisch |
| Genre | Kurzfilm, Dokumentarfilm |
| Land | Kosovo |
| Jahr | 2025 |
| Verleih | Filmregisseur |
Beruhend auf wahren Begebenheiten, arbeiten der Filmemacher und sein Sohn (Miron 13) gemeinsam an einem Drehbuch, das ihre persönlichen Erfahrungen mit allgemeinen Sorgen um ihr Land verbindet: Sie sind auf dem Weg zum Flughafen, um ein Geschenk des Patenonkels aus dem Ausland abzuholen. Inmitten bürokratischer Hindernisse und mit wenig oder keiner Hoffnung auf wirkliche politische und soziale Veränderung entwickelt sich diese kurze Reise zu einer tiefgreifenden Erkundung ihrer Beziehung vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Herausforderungen und einer ungewissen Zukunft.
Samir Karahoda ist Fotograf, Filmemacher und Kameramann aus dem Kosovo, bekannt für seine Auseinandersetzung mit den sozialen und politischen Realitäten des Landes. Er hat einen BA und MFA in Fotografie von der Mimar Sinan Universität in Istanbul und kuratiert seit über 20 Jahren das Kurzfilmprogramm des DokuFest in Prizren. Sein Debüt In Between wurde auf der Berlinale 2019 uraufgeführt. Displaced (2021) gewann Preise in Cannes, TIFF und Sundance. On the Way (Rrugës) wurde 2024 für Cannes und TIFF ausgewählt. Seit 2021 ist er Mitglied der Europäischen Filmakademie.
| Regie | Samir Karahoda |
| Dauer | 15 min |
| Sprache | OV Albanisch | Deutsch, Englisch |
| Genre | Drama, Kurzfilm |
| Land | Kosovo |
| Jahr | 2024 |
| Verleih | Radiator IP Sales |
An einem abgelegenen Bahnhof lebt der 30-jährige Drin ein einsames, routinemässiges Leben, in dem er Züge aufzeichnet und Kontakt zu seiner Online-Freundin hält. Als sein Job jedoch plötzlich durch ein Radargerät ersetzt wird, gerät Drin in eine existenzielle Krise. Verloren und fehl am Platz muss er sich mit der Frage auseinandersetzen, was er wirklich im Leben will.
Anita Morina ist eine kosovarisch-kroatische Autorin, Regisseurin und Produzentin. Nach ihrem Master in Film- und Fernsehproduktion in Cambridge begann sie ihre Karriere im Fernsehen, bevor sie zum Film wechselte. Im selben Jahr präsentierte sie ihre Kurzfilme One Woman Film und SOS, letzterer wurde als bester nationaler Film ausgezeichnet. Derzeit entwickelt sie ihren ersten Spielfilm Lucky Us. 2021 gründete sie die Produktionsfirma Little House, wo sie mehrfach ausgezeichnete Spiel- und Animationsfilme produzierte. Zudem arbeitet sie an Projekten am Filmik Institute im Kosovo.
| Regie | Anita Morina |
| Dauer | 15 min |
| Sprache | OV Albanisch | Englisch |
| Genre | Kurzfilm, Drama |
| Land | Kosovo |
| Jahr | 2025 |
| Verleih | Little House |
Milazim, Fatmir und Liridon sind physische Arbeiter, die einen schweren Arbeitsunfall hatten. Was passiert danach?
Wie fühlen sie sich? Was sind ihre Hoffnungen? Was hält die Zukunft für sie bereit? Jede Linie in ihren Gesichtern, gezeichnet vom Leben.
Im Gegensatz dazu droht ein düsteres System voller Gefahren und Ungerechtigkeiten über ihren Köpfen.
Ilir Hasanaj ist ein Schweiz-Kosovarischer Filmemacher, geboren 1986 in Kosova. 2010 studierte er an der ZHdK in Richtung Film. 2017 bringt er seinen ersten langen Dokumentarfilm "to want, to need, to love". Weiter bringt er den Film "As I Was Looking Above, I Could See Myself Underneath" in 2022 heraus.
Kürzlich wurde Ilir für seinen Film „Workers‘ Wings“ mit dem Tiger Short Award beim Internationalen Filmfestival in Rotterdam ausgezeichnet.
| Regie | Ilir Hasanaj |
| Dauer | 19 min |
| Sprache | OV Albanisch | Deutsch, Englisch |
| Genre | Dokumentarfilm/ Kurzfilm |
| Land | Kosovo |
| Jahr | 2024 |
| Verleih | Filmregisseur |